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Warnecke geht nach zwei Jahren im Zwist - GZ vom 18.04.2008
GZ vom 18.04.2008 - Bericht von Björn Gabel
Warnecke geht nach zwei Jahren im Zwist

Querelen beim Niedersächsischen Skiverband: Langlauf-Sportwart sieht den „Spaß am Ehrenamt" nicht mehr gegeben

Gerade hatten sich die Langläufer des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV) aus ihrem jahrelangen Schattendasein herausbewegt, da gibt es personelle Querelen: Sportwart Jörg Warnecke (Clausthal-Zellerfeld) hat frustriert nach nur zwei Wintern wieder hingeschmissen.

„Wenn man ein Ehrenamt hat, dann soll das auch Spaß machen. Das hat es aber nicht mehr", begründet der 50-Jährige seinen Schritt. Er war mit dem Ziel angetreten, „das aufzuholen, was wir in zehn Jahren versäumt haben". Eine ganze Reihe an Gründen hätten ihn nun aber zum Aufhören bewogen.
Ins Detail gehen will Warnecke nicht, der aber Dissonanzen mit Langlauf-Trainer Maik Wetterling andeutet. Dieser ist Vereinstrainer des SK Oker und betreut zudem ehrenamtlich die NSV-Läufer - eine derzeit fast deckungsgleiche Menge. „Das ist nicht meine Vorstellung eines Verbandstrainers", sagt Warnecke, der bei Wetterling Neutralität vermisst. Auch sportlich habe dieser die NSV-Läufer nicht vorangebracht. Im Vergleich zum Winter 2006/2007 seien die Rückstände zur nationalen Spitze wieder größer geworden.
Wetterling sieht sich keinesfalls in einer Zwitterrolle. Dass die Spitzenläufer derzeit aus Oker kämen, sei Zufall. „Es sind nun mal keine besseren da." Der bisherige Sportwart habe zudem von seinen Ankündigungen kaum etwas umgesetzt. „Nur am Telefon kann man die Sache nicht in Schwung bringen", sagt Wetterling, der allerdings einräumt, dass die Langläufer mangels Erfolgen derzeit nur über geringe Fördermittel verfügen. Das erschwere auch einem Sportwart das Arbeiten.
Da stimmt er überein mit Warnecke, dessen Versuche, einen hauptamtlichen Trainer im NSV zu installieren, ebenso scheiterten wie Gespräche mit dem Deutschen Skiverband, um den Langlauf im Westharz aufzuwerten. Die beiden schneearmen Winter hätten ein Übriges dazu getan, dass er nun das Handtuch werfe. Insider sagen allerdings auch, dass Warnecke noch „mit den Rezepten der 80er Jahre" gearbeitet habe.
Die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen, gefragt ist zunächst die Technische Kommission des NSV. Allerdings ist gerade im nordischen Bereich die Personaldecke äußerst kurz. So sucht der SC Buntenbock, einer der wenigen Klubs, der sich neben dem SK Oker der Förderung des Langlauf-Nachwuchses verschrieben hat, derzeit händeringend einen 1. Vorsitzenden.





Metz geht und bleibt

Lennart Metz, frisch gebackener „Sportler des Jahres" der Stadt Goslar, will seiner Karriere einen weiteren Schub verleihen. Der Langläufer des SK Oker strebt einen Wechsel an ein Ski-Internat an. Zur Auswahl stehen Oberwiesenthal und Oberhof, seine Entscheidung will der 14-Jährige in den kommenden Tagen treffen.
Dort hofft Metz auf bessere Trainingsbedingungen. „Unser Trainer Maik Wetterling, dem wir sehr viel zu verdanken haben, hat ihm ausdrücklich zu diesem Schritt geraten", sagt seine Mutter Edda Metz.
Noch offen ist, ob ihr Sohn weiter für seinen Heimatverein starten oder sich einem anderen Klub anschließen wird. Politik des Deutschen Skiverbandes ist es, Talente möglichst für ihren Ursprungsverein laufen zu lassen.
So dürfte es auch bei Metz laufen.


Geschrieben von admin am 21.04.2008 13:53:38 0 Kommentare · 2845 gelesen · Drucken
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